Pressemitteilung

Mehr als Produktivitätsgewinne: Eine Analyse der menschlichen Komponente des digitalen Arbeitsplatzes


Globale Studie zeigt: Der Nutzen geht über Produktivitätssteigerungen hinaus, aber die Unternehmen müssen gegen Datensicherheitsrisiken vorbeugen

BÖBLINGEN, 4. JUNI 2018 – Mitarbeiter an digitalen Arbeitsplätzen sind nicht nur produktiver, sondern auch motivierter und zufriedener mit ihrem Job. Zudem fühlen sie sich nach eigenen Angaben insgesamt wohler in ihrem Arbeitsumfeld. Dies sind die Ergebnisse einer neuen globalen Studie von Aruba, einem Hewlett Packard Enterprise Unternehmen.

Die Studie mit dem Titel „Die richtigen Technologien entfesseln das Potenzial des digitalen Arbeitsplatzes“ zeigt die betriebswirtschaftlichen und menschlichen Vorteile, die eine verstärkte Digitalisierung des Arbeitsplatzes bringt. Außerdem macht sie deutlich, dass Unternehmen, die der technologischen Entwicklung hinterherhinken, Gefahr laufen, den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren und für Spitzentalente als potenzieller Arbeitgeber unattraktiv zu werden. Eine weitere Erkenntnis ist, dass technologieaffine Mitarbeiter größere Risiken in Bezug auf die Daten- und Informationssicherheit eingehen und ihre Arbeitgeber deshalb wachsam sein müssen.

Die wichtigsten Themen und Ergebnisse

Die Umfrage bei 7000 Mitarbeitern in 15 Ländern zeigte eine deutliche Zweiteilung bei der Leistung und Haltung der Mitarbeiter zwischen Unternehmen, die modernere digitale Arbeitsplätze anbieten, und denen, die weniger auf Digitaltechnologie setzen. Es kristallisierten sich dabei die nachfolgenden Schlüsselthemen heraus (hierbei handelt es sich um die deutschen Daten)

  • Digitale Tools fördern nicht nur die Produktivität, sondern bieten auch eine Reihe von Vorteilen für die Menschen: 70 % (Globaler Wert, GW: 74 %) der „Digital Revolutionaries“ –  Vorreiter der Digitalisierung, die in vollständig digitalisierten Umgebungen tätig sind, in denen neue Arbeitsplatztechnologien flächendeckend genutzt werden – waren mit größerer Wahrscheinlichkeit zufrieden mit ihrem Job. 59 % (GW: 70 %) bewerteten ihre Work-Life-Balance mit größerer Wahrscheinlichkeit positiv als die „Digital Laggards“ – Nachzügler der Digitalisierung, die weniger Zugang zu Arbeitsplatztechnologie haben. Die „Digital Revolutionaries“ erklärten auch mit 72 % höherer Wahrscheinlichkeit, dass sie bei der Arbeit motiviert sind und lobten mit 76 % höherer Wahrscheinlichkeit die Vision ihres Unternehmens.
  • Ein digitales Arbeitsumfeld fördert die berufliche Entwicklung: 57 % (GW: 65 %) „Digital Revolutionaries“ gaben an, sich durch Nutzung von Digitaltechnologie beruflich weiterentwickelt zu haben. Bei „Digital Laggards“ waren das lediglich 33 %. 50 % der „Digital Revolutionaries“ erklärten, dass ihnen der digitale Arbeitsplatz mehr Möglichkeiten bietet, neue berufliche Kompetenzen zu erwerben.
  • Produktivitätsgewinne durch Einsatz von Digitaltechnologie in Zahlen: 53 % (GW: 73 %) der „Digital Revolutionaries“ berichteten von einer Positivwirkung auf ihre Produktivität und 53 % verwiesen auf eine verbesserte Zusammenarbeit dank Digitaltechnologie im Vergleich zu 50 % der „Digital Laggards“.
  • Laufende Fortschritte bei der Digitaltechnologie und Automatisierung bereiten den Weg für ein besseres Arbeitsumfeld: Automatisierung kann als Bedrohung der Arbeitsplatzsicherheit wahrgenommen werden. Aber unsere Umfrage hat ergeben, dass die damit verbundenen Vorteile überwiegen. 43 % der Umfrageteilnehmer erklärten, dass sie sich in der Zukunft einen vollständig automatisierten Arbeitsplatz wünschen. Damit ist der Weg zur Schaffung intelligenterer, effektiverer Arbeitsumgebungen frei für die Unternehmen.

„Der Begriff ‚Arbeitsplatz‘ ändert jetzt seine Bedeutung, da die Unternehmen allmählich erkennen, dass ein effektives Umfeld auf menschliche Erfahrungen zielt und die Arbeitsweisen verschiedener Generationen und Persönlichkeitstypen flexibel unterstützen muss“, erklärt Francisco Acoba, Managing Director bei Deloitte Strategy & Operations „Das führt zu neuen Prozessen, in denen IT-Lösungen, Gebäudesysteme und die Büroeinrichtung harmonisch mit den Menschen interagieren, um ein derartiges Arbeitsumfeld zu schaffen. Wenn das Büroumfeld aktiver Teil der User-Experience ist, wirkt sich das positiv auf den Gesamterfolg aus – ganz unabhängig von der spezifischen Situation Ihres Unternehmens. Schließlich meistern Mitarbeiter, die sich in ihrer Arbeitsumgebung wohlfühlen, ihr Aufgabenpensum mit größerer Leichtigkeit. Andernfalls werden sie früher oder später ein attraktiveres Angebot annehmen.“

Drohende Risiken

Die Umfrage ergab auch, dass Mitarbeiter begeistert von neuer Technologie sind und sich wünschen, dass ihre Arbeitgeber mehr davon zur Verfügung stellen. Fast alle Teilnehmer (90 %) glauben, dass sich ihr Arbeitsplatz durch intensivere Nutzung von Technologie verbessern lässt; 50 % (GW: 64 %) sind überzeugt, dass ihr Unternehmen technologisch aufrüsten muss, um nicht den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren.

  • 58 % der Befragten in Deutschland (GW: 69 %) gaben an, dass ihr Unternehmen im vergangenen Jahr in digitale Arbeitsplatztools investiert hat und dass das Interesse an Technologien einer neuen Generation wie intelligente Gebäudesysteme zur Automatisierung der Temperatursteuerung und Beleuchtung (10 %), sprachaktivierte und drahtlose AV-Technik (12 %) und unternehmensspezifische Mobil-Apps (13 %) steigt.
  • Knapp weniger als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass sich mit Digitaltechnologie eine effizientere (45 %), kollaborativere (46 %) und attraktivere Arbeitsumgebung realisieren lässt.

Der digitale Arbeitsplatz bietet zwar umfassende Vorteile, aber die Studie zeigt auch, dass Cybersicherheit eine Herausforderung für die Unternehmen darstellt.

  • Die Mitarbeiter sagten einerseits, dass ihnen die Bedeutung von Cybersicherheit sehr wohl bewusst ist (38 % denken oft oder täglich an Sicherheit), gaben aber gleichzeitig auch zu, mehr Risiken bei Unternehmensdaten und -geräten einzugehen; 58 % räumten riskante Verhaltensweisen wie die Weitergabe von Passwörtern und Geräten ein.
  • 13 % (GW: 30 %) der Mitarbeiter haben sich in den vergangenen zwölf Monaten in ein potenziell unsicheres WLAN eingebucht, 17 % (GW: 18 %) gaben an, das gleiche Passwort für mehrere Anwendungen und Accounts zu nutzen, und 15 % räumten ein, Passwörter aufzuschreiben, um sie nicht zu vergessen.

Die nächsten Schritte

Diese Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass sich die Unternehmen einerseits anpassen müssen, wenn sie von der neuen digitalen Arbeitsplatztechnologie profitieren wollen, dabei aber die Minimierung ihrer Sicherheitsrisiken nicht aus den Augen verlieren dürfen. Aruba empfiehlt in diesem Zusammenhang die Umsetzung der nachfolgenden Maßnahmen.

  • Strategie für den digitalen Arbeitsplatz entwickeln: Die IT muss gemeinsam mit Managern, Anwendern und anderen Stakeholdern aus den Fachabteilungen eine Roadmap für die Einführung des digitalen Arbeitsplatzes festschreiben. Das beinhaltet die Implementierung völlig neuer Systeme jenseits der herkömmlichen Technologien – beispielsweise intelligente Sensoren und unternehmensspezifische Mobil-Apps, die ein zunehmend personalisiertes Arbeitsumfeld schaffen.
  • Kollaborative digitale Arbeitsumgebungen aufbauen: Die Unternehmen müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie auch außerhalb der Zentrale digitale Arbeitsplätze für Telearbeiter, Partner und Kunden bereitstellen können. Die IT-Leiter sind gefordert, eine Arbeitsumgebung ohne Grenzen zu planen und entsprechend zu investieren.
  • Sicherheit von Anfang an integrieren: Sicherheit muss integraler Design-Bestandteil des digitalen Arbeitsplatzes sein, wobei menschliche Fehler sowie kriminelles Verhalten zu berücksichtigen sind. Die IT muss kommende Technologien in den Bereichen Netzwerke, Cloud-Computing, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen einbeziehen, um ein optimales Sicherheitskonzept zu entwickeln, das sich flexibel an Veränderungen und unbekannte Gefahren anpasst.

„Die Konsumerisierung des Arbeitsplatzes ist ein sehr konkreter Trend. Die Arbeitnehmer sind Konsumenten und bringen ihre Verbrauchererwartungen mit an ihren Arbeitsplatz“, erklärt Janice Le, Chief Marketer bei Aruba, ein Hewlett Packard Enterprise Unternehmen. „Der Arbeitsplatz wird immer intelligenter und ermöglicht damit auch intelligenteres Arbeiten.“

Derzeit entsteht ein neues Paradigma, das intelligente Gebäudetechnologien mit dem digitalen Arbeitsplatz verbindet und so den intelligenten digitalen Arbeitsplatz schafft. Dabei trifft menschenzentrisches Design auf IoT und Gebäudeautomation. Der intelligente digitale Arbeitsplatz ermöglicht die Bereitstellung eines personalisierten Arbeitsumfelds mit intelligenten Büromöbeln („Connected Furniture“) und intelligenter Beleuchtung, die sich auf den jeweiligen Benutzer einstellt. Die dynamische Optimierung des Energieverbrauchs anhand von Nutzungsmustern der Mitarbeiter ermöglicht einen ökologischeren Betrieb von Gebäuden. Die neuen Anwendungsfälle steigern nicht nur die Produktivität der Mitarbeiter, sondern erhöhen auch die Effizienz und stellen dabei den Menschen in den Mittelpunkt.

Le kommentiert: „Diese globale Studie lässt den Schluss zu, dass Wahlfreiheit, Personalisierung, Nutzerfreundlichkeit und Automatisierung die Umsätze und Gewinne der Unternehmen steigern, die die Zukunft der Arbeit prägen. Unsere eigene Arbeitsumgebung ist ein Testlabor für den intelligenten digitalen Arbeitsplatz, und wir verzeichnen damit Erfolge wie beispielsweise schnellere Stellenbesetzungen und höhere Annahmeraten für Angebote. Der Nutzen ist ganz konkret und geht über Produktivitätsgewinne hinaus.“

Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.arubanetworks.com/TheWorkplaceoftheFuture

Studienmethode
Insgesamt wurden 7000 Mitarbeiter im April und Mai 2018 befragt. Die Teilnehmer kamen aus Unternehmen/Organisationen aller Größen aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor. Der Fokus lag auf den Bereichen Industrie, Ämter und Behörden, Einzelhandel, Gesundheitswesen, Bildung, Finanzen und IT/Technologie/Telekommunikation. Die Gespräche wurden online und telefonisch geführt, wobei ein striktes, mehrstufiges Auswahlverfahren angewendet wurde, um sicherzustellen, dass nur geeignete Gesprächspartner teilnehmen konnten. Die Teilnehmer wurden in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Vereinigten Staaten, Singapur, Japan, Australien, Indien, Brasilien, Mexiko, China und Südkorea befragt.


Über Aruba
Aruba, ein Hewlett Packard Enterprise Unternehmen, ist ein führender Anbieter von Next-Generation-Netzwerklösungen für Unternehmen jeder Größe weltweit. Das Unternehmen liefert IT-Lösungen, mit denen Organisationen die neueste Generation von technikversierten Nutzern, die sich sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben voll und ganz auf Cloud-basierte Geschäftsanwendungen verlassen, unterstützen.

Weitere Informationen und aktuelle Nachrichten zu Aruba erhalten Sie auf http://www.arubanetworks.com, Twitter und Facebook. Um mehr über die neuesten technischen Diskussionen zu Enterprise Mobility und Produkten von Aruba zu erfahren, besuchen Sie Airheads Social unter http://community.arubanetworks.com.

Kontakt:
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Andreas Rieger / Ann-Kristin Manno
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